Schalten für Anfänger: vollintegriert, ohne Kabel und fast digital

Vorbemerkung aus Sicht 2018: Der Text passt an vielen Stellen nicht mehr zum Stand der Dinge. Geleentlich werde ich das mal überarbeiten.

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Nachdem meine zwei Wachhunde anno Januar 2012 dem Paketdienstleister den Zutritt zum äusseren Schlosshof meines bescheidenen Anwesens gewährt hatten, hielt ich das langersehnte Paket mit der ultimativen Technik, die der leidlich untermotorisierte Zweiradfreak so braucht, in Händen. Der schwächliche Zweiradler von heute, der schaltet nämlich ab und zu. Weil, sonst kann er nämlich keinen Blumentopf gewinnen. Und dann kriegt er auch keine Frau (Sex sells, you know?). Eine fatale Verkettung von Umständen.

Die Key-Features dieser BlumentopfundFrauengewinnmaschine:

– in den Rahmen vollintegriert und optisch einigermaßen unauffällig
– allfällig innovative Bedienung durch zwei relativ ergonomisch angebrachte Schaltknöpfe
– keine Stromversorgung erforderlich
– Wartung ohne Diagnosegerät und Einbindung ahnungsloser Händler möglich

Die aktuellen Elektrischen der angeblichen Marktführer können sich da warm anziehen, keine Frage.

Logisch, dass so ein System anständig gewürdigt werden sollte im Rahmen einer präzisen, ernsthaften Produktvorstellung inklusive Dokumentation von Einbau, Nutzung und selbstredend Erfahrungen während und mit der Fahrung. Das mach‘ ich jetzt. Kann aber ein bisschen länger dauern. Nix für Hektiker.

Aber zunächst die zwo Typen, mit denen alles begann. Zwei. Die Zahl der Zahlen. Steht für An/Aus, Dick/Dünn, Groß/Klein, Blöd/sehr blöd, immer hungrig/fast nie satt. Die optimale Umgebung, um zum richtigen Zeitpunkt auf die richtige Idee zu kommen.

Das war im Oktober. Bzw. eigentlich auch schon im Winter 2010/2011. Aber dann kam die Faulheit, die sich lange hielt. Da sind die zwo auch ganz vorne mit dabei. Bis zum denkwürdigen Tag im Oktober. Ja, ich mach’s. Ich will auch so ne moderne Schaltung. So eine, wo man nie was falsch machen kann, die sich selber justiert und sich bei Defekt automatisch nach Japan oder sonstwohin einschickt. Unbedingt, sowas muss her. Das Tour-Forum macht’s vor, ich muss da mit.

OK, Japan. Italien (oder doch auch Asien?). Mei, ist dös weit weg. Nee, das muss anders gehen. Europa? Also so richtig und dann auch gleich so richtig kompliziert? Na klar, warum nicht. Dem Ingenör ist ja nix zu schwör.

Ich habe all‘ meinen Mut zusammengenommen, Anfang November eine E-Mail verfasst und gewartet. Geduldig gewartet. Man weiß ja, wie die da so sind. Manchmal dauert das Gute halt etwas länger. Puuuuh. Warten geht auf die Nerven. Ganz vorsichtig, fast ängstlich, eine Erinnerung an den Maestro verfasst. Kaum diverse Tage später dann Antwort auf wenige meiner gestellten Fragen, aber immerhin, der Meister selbst verfasste ein Schreiben an mich. Ich spürte relativ gute Vibrationen. Um nicht zu sagen, es kribbelte. So richtig elektrisch.

Warten können ist ja schon super. Ich wurde belohnt, denn, es begab sich, dass dieses kompliziert zu erreichende Stückchen Erde, auf dem mein Wunderwerk hergestellt werden sollte, ein Einsehen hatte und der Meister auch in meinem Heimatland (gut, zwar Baden-Württemberg, aber besser als nix) eine Dependance zu eröffnen gedachte. Das bedeutet, ich kann mit richtigem Geld bezahlen und die Verschiffung des wertvollen Gutes geht auch etwas einfacher. Möglicherweise. Aber dazu später mehr.

Ich schrieb erneut, es war der November schon weit fortgeschritten und die Antwort auf mein Ansinnen war ermutigend, am Ball zu bleiben. Die Sache war im Fluß. Nur, ich musste mich wieder gedulden. Die Website muss noch an die Thematik angepasst werden, bekam ich mitgeteilt. So klickte ich ab und an mal rein und siehe da, eines Abends war die Seite nicht so richtig erreichbar. Das Fieber kam. Jawoll, der Webmaster webt sein Web. Tags darauf bekam ich Gewissheit. Ein Formular zur „unverbindlichen Anfrage“ erschien auf meinem Monitor.

Ich füllte aus und schickte weg. Und wartete. Und schrieb eine E-Mail. Und bekam knapp vor den Weihnachtsfeiertagen einen netten Anruf und die Info, dass das Formularsystem wohl noch nicht so toll funktioniert hat und etwas Durcheinander passiert ist und so. Aber, mein System geht jetzt in Produktion und es fehlt nur noch eine klitzekleine Kleinigkeit in der technischen Spezifikation. Ich gab den fehlenden Baustein preis und fragte dann doch ein bisschen verdutzt. Wieso geht mein System in Produktion? Ich wollte doch zunächst nur wissen, was mich das Gesamtpaket denn kosten würde. Bestellt habe ich doch noch gar nicht.

Es ist ja nun so, dass ich beruflich ganz arg viel mit Einkaufen zu tun habe. Und so grob Bescheid weiß. Die Begründung, warum aus der Anfrage gleich eine Bestellung wurde, war mir neu. Ich hörte auf, mich zu wundern. Innerbetrieblich war ich ja eh schon lange im Modus „Habenwill, das Ding“.

Warum noch lange rumentscheiden. Als Lieferzeit wurde 2-3 Wochen angegeben und ich wartete so vor mich hin. Was bekommen ist ja toll, bezahlen muss man dann meistens doch irgendwann. Die vorweihnachtliche E-Mail, die ich noch bekam, enthielt auch schon die Rechnung. Da wollte ich mich rechtzeitig kümmern, wie ich denn zahlen soll. Ich verfasste eine anfragende E-Mail, die nach lediglich relativ geringer Wartezeit dergestalt beantwortet wurde, dass mein System doch schon ausgeliefert sei. Nämlich am 22. Dezember.

Öhm? Da fiel mir jetzt doch der Kugelschreiber vom Ohr. An just diesem Tag erfuhr ich ja, dass das System nun in Produktion gehen würde. Ich kann es also noch garnienichtniemals erhalten haben.

Kommunikationskanal auf, telefoniert und ja, das war natürlich ein Fehler. Aber, es würden Zeichen und Wunder geschehen und Ende KW 3 würde das Paket an mich rausgehen.

Am Samstag war Abends noch nichts da, ich war leicht enttäuscht. Ich wollte das Ding jetzt haben. Menno.

Montag ans Telefon und: Das Paket ist am Freitag zwar verschickt worden, der Paketdienstleister (der faule Hund, muss ich schon mal so sagen) lieferte aber nicht aus. Weil, nämlich… Mein Lieferant hat die Hausnummer nicht auf’s Paket gemalt. Und dann geht natürlich gar nix, in einer Straße, die keine 200 Meter lang ist und aus 8 Häusern besteht.

Was soll ich sagen, am Dienstag, den 24. Jänner im Jahre des Herrn 2012 kam ich müde und abgeschlagen nach Hause und erblickte das da:

Äh, Mist. Das sind ja die zwo, von vorhin. Hab‘ ich mich doch glatt in die falsche Richtung getextet. Ich wollte ja was über die Viecher schreiben. Nicht über lustige Erlebnisse der Paketerstellung und Zustellung.

OK, nochmal. Ich erblickte das da:

Hübsch, gell. Na ja, muss man halt dochmal das Messer holen und weiter gucken:

Das kann man nicht essen, schade:

Also weiter wühlen und siehe da:

Nicht BSA, nicht BB-HaumichBlau-und-Grün. Das ist geschlumpft. Und zwar g’scheid. Sowas fällt halt einem Schweizer ein. Respekt.

Das hier braucht man, damit der Schlumpf schlumpft. Muss ich leider wieder zurück schicken. Das Ding alleine macht ja schon Spaß.

Besitzerstolz machte sich breit. Mit dem Schlumpf unterm Arm zur besten Ehefrau von allen und ebendiese von ihrem Krimi losgeeist. Dreh‘ mal da, drück‘ mal da, guck mal da… Sie: Hä? Das ist ja ein Bescheisserlesdings.

Da lag ich dann vor Lachen unterm Tisch. Volltreffer von Madame.

Meine abendliche Abgeschlagenheit war wie weggeblasen, Töchterchen im Bett, Frau verschlang ein Buch, die Viecher würdigten mich keines Blickes – ab in den Keller. Mal sehen…

Zunächst mal alles auspacken, rauszufinden, wofür es gut sein könnte. Handbuch im Web saugen? Ach was, woher denn, das geht auch so. Wie immer halt. Voll auf die Zwölf. Ansonsten, das Buch der Bücher findet sich hier.

hier

Wo ist die Drehmomentratsche? Ah ja… Der Knebel? Auch da. Der GPX-Abzieher? Da isser, noch verpackt. 8er Inbus? Jawoll. 15er Gabel-/Ringschlüssel? Hier! Kettennieter? Yes! Kurbelabzieher inkl. Octalink-Stempel? Gruschtel, räum‘, such. Puh. Da isser. 24er Gabel-/Ring? Juhu! 4-Kilo-Bello? Aber Hallo! Gummihammer? Da simmer dabei. Fett? In den Haaren. 14er Nuß? Mampf. Ne Kette? OK, nicht die von Frauchen. Nehmen wir halt die billige aus der Kiste. Ritzel? Ganzer Karton voll. Nutschlüssel und Kettenpeitsche – da!, Gewindestab, Holzscheiben, Muttern und Scheiben? Hä? Für was denn das?

Die Werkbank war voll. Jetzt fehlte noch das zu beschlumpfende Objekt. Hielt sich versteckt hinter der Waschmaschine. Aber so ein 29er ist halt doch relativ schnell gefunden und ans Licht gezerrt.

Es geht los. Demontage.

– Pedale weg (15er Maul und Gummihammer)
– Kurbel links weg (8er Inbus und Abzieher inkl. Stempel)
– GPX-Lagerschale links raus (GPX-Abzieher, 24er Ring und gib ihm)
– Kurbel rechts weg (siehe oben)
– Achse nach links raus
– GPX-Lagerschale rechts raus – tja… Hier also der Grund für den Einsatz für Gewindestab, Holzscheiben usw. sowie dem kleinen Bello. Nur rohe Gewalt führte zum Ziel. Töchterchen ist nicht aufgewacht, Frau schaute aber nach dem Rechten.
– Kette weg (Nietdrücker)
– Hinterrad raus (15er Ring)
– Ritzel runter (Nutschlüssel und Kettenpeitsche)

15 Minuten. Wenig Aufwand für die Tatsache, dass die rechte Lagerschale ne Spezialbehandlung brauchte.

Der Fräser ist selbsterklärend, etwas Öl auf die Schneiden und dann eingespannt und mit dem 24er Ring in Bewegung versetzt.

5 Minuten inkl. Reinigung des Fräsers. Schönes Werkzeug.

Tretlagerhülse reinigen und alles fettfrei machen.

Also, alles vorbereitet zum verschlumpfen.

– linken Schaltknopf von Achse entfernen (1,5 mm Bit)
– Kurbelmutter abdrehen (von Hand)
– Getriebe von rechts rein und kontrollieren, wie der Alukonus mit der Fase passt – 100%ig
– Nutmutter handwarm eindrehen (Rechtsgewinde beim speed-drive), kontrollieren, wie die beiden Flächen Mutter und Tretlager passen – 100%ig
– Nutmutter richtig festziehen (Steckschlüssel, Dremomentratsche, 140-160 Nm)
– linken Kurbelarm aufziehen (Dremomentratsche, 14er Nuß, 50-55 Nm)
– Schaltknopf links befestigen/justieren (1,5 mm Bit, Haltewerkzeug Knopf, Fingerspitzengefühl und unbedingt Orientierung an der Anleitung!)
– Pedale montieren (15er Maul, Fett)

Schlussendlich halt noch ein geeignetes Ritzel montieren, Kette aufziehen und…

…Probefahrt!

Nee, nicht gleich. Erstmal Trockentest im Keller. Schalten mit dem Daumen, kurbeln mit der Hand, schauen, wie das alles so passt.

Erkenntnisse:

1. Eine breite Kette (KMC, Einfach) reibt am Hosenschutzring, wenn die Kettenlinie nicht ganz exakt passt. Vorne sind es 47 mm, hinten derer 50 mm. D.h., hier wird umgebaut. Hosenschutzring weg, Kettenblatt nach aussen setzen (dann dürfte vorne etwas mehr als 50 mm erreicht sein) und hinten ggf. mit einem schmalen Spacer dann exakt anpassen – es ist noch genug Platz auf der Nabe für solche Änderungen.

2. Schalten geht super.

3. Linker Kurbelarm steht näher am Hinterbau als der rechte (Abstand zur linken Kettenstrebe etwa 11 mm, auf der rechten Seite knapp 20 mm), deutlicher Unterschied. Vermutlich werde ich dies beim Fahren nicht merken, aber optisch fällt es auf. Die Kurbelschraube links ist keine Inbus-Schraube sondern eine Sechskant und hat nicht arg viel Fleisch. Das Festziehen mit der Ratsche und um die 50 Nm war schwierig (Gefahr: Abrutschen der Ratsche), deswegen bin ich dann nochmal auf den Knebel (also nicht Dremo) und Nuß ausgewichen. Die Nuß läßt sich auf dem Knebel mittig plazieren. Wenn das Rad am Boden liegt, kann man beidhändig Druck ausüben und das Abrutschen verhindern. Bin mir dennoch nicht sicher, ob die linke Kurbel gut sitzt, vom Vierkant der Achse sieht man noch was. Andererseits, noch weiter aufziehen (falls das überhaupt noch geht) führt zu noch mehr Asymetrie.

Links und rechts die Abstände:

4. Das Kettenblatt (34t, Innenmontage am 110er Lochkreis) geht gerade noch an der rechten Kettenstrebe vorbei. Das ändert sich aber, wenn ich die Kettenlinie etwas nach aussen verlege.

5. In Fahrtrichtung/Umlaufrichtung hat das System leichtes Spiel. Das muss aber so sein, laut Hersteller. Axial darf hingegen kein Spiel auftreten (ist bei mir auch nicht der Fall).

6. Mir fiel auf, dass die Lagereinstellschraube links von der Nutmutter bündig verdeckt wird. D.h., ein evtl. auftretendes axiales Lagerspiel kann nicht weggestellt werden, ohne Ausbau des Getriebes. Hierzu habe ich die o.g. Anleitung untersucht, aber nichts gefunden, was auf die Ursache dieser Konstellation hindeutet.

OK, jetzt aber doch Probefahrt.

Turnschuhe auf SPD-Pedal und siehe da, das geht sauberst zu schalten. Mit Schuhgröße 45 (MTB-Latschen hat dann 47) ist es auch eingeklickt kein Problem, den Knopf zu drücken.

Übersetzung?

Jetzt im Test 34/19. So, wie es aussieht, ist hinten ein 20er oder evtl. 21er nötig. Denn 34t im direkten Gang entsprechen übersetzt mächtigen 56t. Und 56/19 ist zu dick für den Überlandbetrieb. Einen Hügel möchte ich damit schon auch noch hoch kommen.

Vergleich mit früher und was lernen wir daraus? So ziemlich nix:

Bisher: 32/18. 100 rpm entsprechen 25,1 km/h. 34/19 ist minimal dicker gekettet (25,2 km/h).

34/21 bei 100 rpm: 22,8 km/h oder gute 9% weniger als das bisherig gewohnte. Wäre im Gelände wohl ganz gut einsetzbar, etwas mehr Kletterfähigkeit. Allerdings treten sich 30 km/h und weniger dann immer noch nicht gepflegt und rund auf Teer (80 rpm und weniger liegen dann an), bei dem vielen Gummi, der auf dem 29er montiert ist, macht das keinen Spaß. Im Gelände nicht schlimm, da kann ich aufstehen und drücken, auf Überlandfahrten will ich doch gediegen sitzen bleiben und lockerer pedalieren.

Spinnerei, weil ich ein 24er daheim liegen habe, was momentan keinen Einsatz hat:

Extreme Überlegung: 34/24 ketten. Warum? 32/18 bedeutet bei 35-40 rpm (die ich noch sicher treten kann, dies kommt häufiger vor, als mir lieb ist) 9-10 km/h. Mit 34/24 bekomme ich diese Geschwindigkeit im langen Gang (was 56/24 wäre) mit 30-35 rpm gerade noch so getreten, bei guter Traktion und vorhandener Erholung und jede Menge Motivation.

Soll heissen, wenn ich das System auf den langen Gang hin konfiguriere, ergäbe sich zur Drehzahlbandbreite von 30 bis 110 rpm ein Geschwindigkeitsband von 10 bis 36 km/h. Die auf Asphalt gerne gefahrenen 100 rpm wären dann 33km/h, was ziemlich analog zu meinen Straßenrädern ist.

Eher geländetypische Drehzahlen von 50 bis 80 rpm entsprechen 16 bis 26 km/h.

Der direkte Gang (34/24) bedeutet dann für 30 bis 110 rpm eben 6 bis 22 km/h. Im typischen Drehzahlbereich (Gelände) 50 bis 80 rpm sind es dann 10 bis 16 km/h.

Das heißt, der direkte Gang bringt mir extreme Kletterfähigkeit (Den Bereich von 6-10 km/h kannte ich bisher nicht) und typische 10 bis 16 km/h für normalere Anstiege. Kurze Flachpassagen kann ich damit auch noch ausdrehen, muss es aber nicht. Der Schaltpunkt bei ungefähr 16 km/h bedeutet, dass ich von 80 auf 50 rpm zurück falle und dann bis 26 km/h sauber am Gas hänge bis etwa 26 km/h. Alles darüber hinaus ist dann für Überführungsfahrten oder schnellere Abfahrten, die ich mittreten möchte.

Theoretische Nachteile dieser Konfiguration: Ein nicht unerheblicher Anteil, möglicherweise sogar mehr als 50%, einer typischen Geländetour in der hiesigen Gegend würde ich im langen Gang absolvieren. Das bedeutet (angeblich, ich weiß es ja noch nicht) etwas Geräusch aus dem Getriebe und etwas Verlustleistung ggü. dem direkten Gang.

Allerdings, würde ich den Antriebsstrang so aufbauen, dass ich nahezu 100% der Geländeanforderungen mit dem direkten Gang abdecke, dann ist der lange Gang in keinster Weise sinnvoll zu treten und ich hätte mir das Projekt sparen können.

34/24 könnte funktionieren. Testen, testen, testen.

Umgebaut habe ich schon, eine kurze Fahrt auch absolviert. Kurzum, die Idee ist gut, beide Gänge fühlen sich reaktiv und satt an im jeweiligen Einsatzbereich. Durch Demontage des Hosenschutzrings und Versetzen des Kettenblatts nach aussen ergibt sich nun eine weniger brave Optik, das Geschabe ist weg und die Kettenlinie ist ebenfalls optimiert.

Hier noch ein paar (schlechte, da im Haus entstandene) Bilder:

Nur das Getriebe:

Das Ritzel, kein reinrassiges ssp, aber mit breitem Fuß. Gelegentlich suche ich mir eines aus der Kategorie rock solid. Mir ist nicht bekannt, wie lange mich das Dingelchen aushält.

Der Antrieb, wie er meinen Vorstellungen entspricht:

Und hier noch eine Gesamtansicht vom kompletten Rad:

Zumindest dieses Bild wird bei besseren Foto-Bedingungen aber noch ersetzt. Das hat das Rad so nicht verdient.

Hier noch Winterbilder aus der Saison 2010/2011 bei wunderbarem Schnee:

Der rote Rahmen bekommt ebenfalls noch die Vorbereitung für die Verschlumpfung. Möglicherweise möchte ich mal umbauen. Das On-One läuft fixed, da wäre der Schlumpf-Einsatz auch nicht unpraktisch.

Nochmal zur Verschlumpfung eines Rahmens: Eine so vorbereite Tretlagerhülse ist ggf. später natürlich immer noch mit z.B. einem BSA-Lager (oder ITA, oder…) nutzbar, wenn die Gewinde nachgeschnitten werden. Durch das Anfasen mit dem Fräser geht halt der erste Gewindegang „kaputt“ aber mehr ist da dann auch schon nicht.

Und zur Montageidee des Hr. Schlumpf an sich: Auf einem der obigen Auspackbildersiehst man die Getriebe“scheibe“ mit dem Innenlager und im Übergang von Achse zu dieser Scheibe einen Alukonus. Der hat 45°. Auf der Anderen Seite ist eine mächtige, brachial robuste Hülsenmutter. Die hat auch diesen Konus, nur eingearbeitet und aus Stahl. So, jetzt steckt man das Getriebe rechts rein, der Alukonus liegt satt auf der Fase auf. Keine Verschraubung mit dem z.B. BSA-Gewinde, nur Zentrierung durch den Konus und durch den Umstand, dass Stahl (Getriebe), Konus (Alu) und wiederum Stahl (der Rahmen) quasi durch das Festziehen der linken Hülsenmutter mit 140-160 Nm (Radmuttern vom Auto macht man nicht so fest, glaube ich) auf der linken Seiter ebenso Zentrierung erfolgt und eben Verpressung des Sandwichs auf der rechten Seite gegen den Rahmen/das Tretlagerrohr erfolgt, hält das verdrehsicher das eingeleitete Drehmoment aus. Mit der Methode muss das Getriebe nicht, wie z.B. eine Dreigangnabe, am Rahmen mit einem Drehmomentarm abgestützt werden.

Zunächst mal FIN/ENDE/END/EOF

Status 2017: Der Rahmen hatte einen Schaden, hier Bilder vom Rahmen und dem Innenleben des Getriebes:

Egebnis nach der Reparatur:

Ja, der Bremszug wird noch nach innen gelegt.

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3 Responses to “Schalten für Anfänger: vollintegriert, ohne Kabel und fast digital”


  1. 1 Al_Borland 25. Januar 2012 um 15:23

    Gratulation zur Verschlumpfung! Gibt’s Gesamtfotos? ;o)

  2. 3 Al_Borland 3. Dezember 2012 um 18:57

    Bin gerade mal wieder zufällig hier reingeschneit. Wie macht der Schlumpf sich jetzt nach einem Jahr?


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